Das Gebot der Gewalt
Yambo Ouologuem

CHF 17.00

In glühenden Farben erzählt der Roman die Geschichte des imaginären west-afrikanischen Reiches Nakem und der Dynastie der Saïfs, die sich mit Gewalt, schwarzer Magie und diplomatischer List an der Macht hält: Die Saïfs profitieren von der versklavten schwarzen Bevölkerung, behaupten sich gegen die christliche Kirche und die französischen Kolonisatoren. Das dichte Fresko reicht vom 13. Jahrhundert bis ins Jahr 1947, an die Schwelle zur Unabhängigkeit. Hier weitet sich die Szenerie nach Frankreich aus, wohin Raymond-Spartacus Kassoumi, Sohn eines Leibeigenen, zum Studium geschickt wird …

Radikal realistische Schilderungen brutaler Handlungen und ungezügelter Erotik stehen Szenen von kühner Schönheit gegenüber, hymnische Oden wechseln mit beißender Ironie – eine literarische Erschütterung! Als »Das Gebot der Gewalt« 1968 in Frankreich erscheint, wird der Roman sofort als literarisches Meisterwerk erkannt und der brillante junge Autor aus Mali als erster Afrikaner mit dem renommierten Prix Renaudot ausgezeichnet. Das Buch ist auch bei den Lesern ein Erfolg, avanciert rasch zum Kultbuch und wird in zehn Sprachen übersetzt.

Zum 50-jährigen Jubiläum der deutschen Erstausgabe 1969 gilt es, eines der Hauptwerke der postkolonialen Literatur neu zu entdecken, in dem Yambo Ouologuem ein mutiges, aufklärerisches Panorama von 800 Jahren afrikanischer Geschichte, ohne die Mystifizierung von Fremdherrschaft, Dislokation, Gewalt und Versklavung, entwirft.

Pressestimmen:

»Von stupender sprachlicher Energie«

John Updike, The New Yorker

»Vielleicht der erste afrikanische Roman, der diesen Namen verdient.«

Le Monde

»Ein außergewöhnliches Buch, die verdichtete, mythische, poetische und realistische Geschichte Afrikas.«

Le Nouvel Observateur

»Hat die französische Literatur um einen großen Roman reicher gemacht.«

Le Monde des Livres

»[…] ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte« und »ein wahrer Glücksfall. Denn dieser Roman öffnet mit großer literarischer Kraft auch heute noch eine neue Perspektive auf die koloniale Vergangenheit und auf die postkoloniale Gegenwart. […] Die literarische Wucht seiner ebenso klaren wie poetischen Sprache ist dabei ungebrochen. Ouologuem war seiner Zeit weit voraus.«

Cornelius Wüllenkemper, Deutschlandfunk

Aus dem Französischen von Eva Rapsilber

Mit einem Nachwort von Dirk Naguschewski

Artikelnummer: 978-3-906903-88-0 Kategorien: , , ,

Zusätzliche Information

Seiten

276